Mittwoch, 5. Mai 2010

Wochenende in Emden

Für ein interessantes Projekt nehme ich gerne 300 km Wegstrecke auf mich und so landete ich in ostfriesischen Gefilden, genauer gesagt in Emden. Die Gelegenheit beim Schopfe packend, entschied ich mich, einen Kurzurlaub in Emden einzulegen.

Bei meinem Streifzug durch die Seehafenstadt hielt ich plötzlich inne und mein Blick blieb auf einer Bootsskulptur hängen. Witzig, dachte ich und entschied mich, zur weiteren Beäugung, die Skulptur anzusteuern.

Es stellte sich heraus, dass die 1,2 Tonnen schwere Arbeit des international bekannten Künstlers Erwin Wurm eigens für die gerade laufende Ausstellung Realismus in der Kunsthalle Emden entworfen wurde.

Foto: Joachim Buck
Der Besuch dieser Ausstellung lag auf der Hand und so durchschritt ich fasziniert und hier und da mit offenem Mund die Hallen, in denen 180 Kunstwerke aus den Bereichen Malerei, Fotografie, Skulptur, Videokunst und Grafik von mehr als 100 internationalen Künstlern wie Edward Hopper, Andreas Gursky, Gustave Courbet und Wilhelm Leibl, um nur einige zu nennen, präsentiert wurden.



Auch wenn die Bilder der verschiedenen Stilrichtungen einfach klasse waren, so haben mir doch am besten die Skulpturen gefallen. Davon ganz besonders die bemalte Bronzeskulptur "Amber Reclining" von John de Andrea. Die Figur von 2006 ist so realistisch gestaltet, dass man sie am liebsten an der nackten Fußsohle kitzeln und zum Lachen bringen möchte.
Und auch die "Two Workers" von Duane Hanson erwecken zunächst den sehr glaubwürdigen Anschein, man hätte einen Saal betreten, in dem noch gearbeitet wird. Fast hätte ich meine Hilfe angeboten ...

Bis zum 24.05.10 ist die Austellung noch in Emden zu sehen, bevor sie weiter nach München und Rotterdam wandert.

Ich bin dankbar dafür, dass mir ein weiterer kleiner Blick in die Welt der Kunst ermöglicht wurde.