Mittwoch, 1. September 2010

windige Geschäftsidee

Eine bekannte Beschreibung für den Zustand der Glückseligkeit ist „Man fühlt sich wie ein Kind im Bonbonladen“.

Wohin man schaut, überall ist etwas, das man haben möchte. Während jedoch nicht jedes Kind Bonbons mag, kann keines buntem Spielzeug widerstehen, das sich verlockend auf seiner Augenhöhe bewegt. Daher ist es schon fast als grausam zu bezeichnen, wenn ein Geschäft auf einem Grünstreifen herrlich farbenfrohe Windspiele aufstellt, die für Kinder die reinste Versuchung sein müssen - und diese Windspiele dann als deutliches „Nicht-Kinder-Spielzeug“ deklariert.

Nun mag man sich fragen, warum  der Geschäftsinhaber dieses für nötig hält. Sind die federleichten Windspiele vielleicht gefährlich für Kinder? Ist es allein die Sorge um die kleinen Finger in der Nähe der Windspiele, warum Eltern auf ihre Kinder achten sollten?


Oder erliegen Kinder der Versuchung und nehmen sich ein Windrad zum Spielen mit – obwohl es doch gar kein Spielzeug ist?
Für so ein Kind ist der Unterschied ja auch schwer zu erkennen. Oder sind die sündhaft teuren Windspiele so zerbrechlich, dass sie zwar Sturmgewalten trotzen, aber nicht einem pustenden Kind?

Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass ausgerechnet der Besitzer von „Olli’s Holzkarre“, einem Geschäft, das überwiegend vom Verkauf von Spielzeug lebt, den natürlichen Spieltrieb von Kindern unterdrücken möchte, weil er Angst hat, dass seine Werbemittel beschädigt werden könnten.

Wer die Kundschaft  von morgen heute nicht zu schätzen weiß, wird übermorgen  nur noch Spielgeld in der Kasse haben.